Mitarbeiter sein

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Das gemeinsame Tun kann sehr unterschiedlich aussehen. Vor allem dann, wenn allen etwas anderes vor Augen schwebt, weshalb er/sie im Jugendwerk mitarbeitet. Aus diesem Grund gibt es Leitsätze und eine Mitarbeiterleitlinie. Mit unserem Tun haben wir ein Ziel vor Augen, dass uns motiviert jeden Tag aufs Neue daran mitzuwirken. Es ist eine Vision, die biblisch begründet ist und Gottes Wirken auf dieser Welt als Realität ansieht. Wir wollen gemeinsam an dieser Vision arbeiten.

Vision: Wir wollen, dass das Reich Gottes mitten unter uns erfahrbar wird!

A: Allgemeine Beschreibung von Mitarbeiterschaft

Durch die Mitarbeit sind junge Christen in den Schutz einer Gruppe
hinein genommen, in der Gott Regie führt. Sie erfahren Gemeinschaft und erleben Geborgenheit. Sie lernen, auf andere zu hören und sich
einzuordnen. Sie werden durch das Miteinander korrigiert und kommen so zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit.
Fehler sind menschlich, deshalb können junge Menschen in christlicher Gemeinschaft konkret Vergebung erfahren. Sie entdecken auf Tagungen und Freizeiten die große Gemeinschaft der Kinder Gottes.
Wer früh lernt, verbindlich und verlässlich am Geschehen einer Gruppe mitzuwirken, bereitet sich fürs Leben vor. Er lernt soziales Verhalten. Er bildet dadurch seinen Charakter. Er bereichert sein Leben. Wer Gesprächsfähigkeit, Kompromiss- und Konfliktfähigkeit lernt, meistert auch den beruflichen Alltag besser. Er wächst und reift an den gestellten Aufgaben.
Im EJW Ravensburg wird in den unterschiedlichen Phasen der Mitarbeit und damit auch in einer unterschiedlichen Intensität darauf wertgelegt und geachtet. Im EJW Ravensburg geschieht die Mitarbeit im Aufsehen auf Jesus Christus und ein christlich verantwortetes Menschenbild.

B: Spezifische Beschreibung

Wer sich im Jugendwerk einbringt, der kann sich darauf verlassen, dass er nicht alleine gelassen wird. Gemeinsam mit erfahrenen Mitarbeitenden macht er sich auf den Weg und kann sich selbst dabei ganz einbringen. Die eigenen Fähigkeiten und Fragen kommen bei uns ganz vorne.
Genau dort setzt auch die Ausbildung zum Mitarbeitenden an. In unterschiedlichen Phasen wird jungen Menschen eine Anleitung zu ihrem Wirken gegeben. In unterschiedlichen Ausbildungsmodulen (Schnupperkurs, Grundkurs usw.) wird auf die Fähigkeiten der Einzelnen und den Bedürfnissen für die Jugendarbeit geachtet werden.
Im Blick stehen dabei unterschiedliche Dimensionen, die erkannt und ausgebaut werden sollen. Das ist zum einen die geistliche Dimension, die unser Leben und Handeln im Blick auf Gottes Wirklichkeit betrachtet. Dann die Persönliche Dimension, die vor allem die eigenen Stärken und Schwächen vor Augen hat. Die Praktische Dimension blickt konkret auf
Anforderungen zur Arbeit in einem Team / einer Gemeinschaft.

Es ist völlig klar, dass nicht jede und jeder alles kann. Das EJW bietet den Mitarbeitenden die Chance, sich auf den Weg zu machen und sich weiterzuentwickeln. Deshalb baut die Ausbildung im Jugendwerk aufeinander auf. Dass der Einzelne schon besondere Fähigkeiten mitbringt, wird uns nicht verborgen bleiben und soll besonders gefördert werden. Dafür sind die Dimensionen ein wichtiger Anhaltspunkt.

Die Phasen der Ausbildung sind nicht wertend, sondern maßgebend und wie folgt zusammengefasst:

MAP I Mitarbeiter Phase I
MAP II Mitarbeiter Phase II
Leitung Selbst Mitarbeiter anleiten

 

Mitarbeiter sein heißt, sich mit seinen Gaben und Fähigkeiten in den Dienst Gottes zustellen. Den Blick von sich selber weg zu lenken und die Bedürfnisse der Zielgruppe zu sehen.

Da rief Jesus alle zusammen und sagte: »Ihr wisst, wie die Machthaber der Welt ihre Völker unterdrücken. Wer die Macht hat, nutzt sie rücksichtslos aus. Aber so darf es bei euch nicht sein. Wer groß sein will, der soll den anderen dienen, und wer der Erste sein will, der soll sich allen unterordnen.

Matthäus 20,25-27

Wir wollen unser Bestes geben, unsere Arbeit in diesem Verständnis von Mitarbeiterschaft zu tun. Und so sollen auch die Schulungen und Veranstaltungen geprägt sein! Keiner ist perfekt aber jeder kann sein Bestes geben.

Der Grundkurs

Durch die neue Schulungskonzeption des ejw wird sich in der Ausbildung und in den Anforderungen an Mitarbeiter einiges verändern. Selbstverständlich erhalten die Mitarbeiter, die unseren Grundkurs besuchen, die JuLeiCa (Jugendleitercard). Als ejw ist das aber nicht unser vorrangiges Ziel. Deshalb geht die Ausbildung darüber hinaus: wahlweise für die Mitarbeiter nach Ihren Gaben und Interessen und spezialisiert für die Bedürfnisse der Gemeinden und des ejw.
Es gibt eine sehr große Zahl von Seminaren und Möglichkeiten die wir aber unmöglich alle abdecken können und darum werden wir unser Angebot ganz klar auf unsere Möglichkeiten und Bedürfnisse ausrichten!
Der Erwerb der JuLeiCa ist auch in Zukunft möglich aber es wird nicht Im Focus stehen dies möglichst schnell und kompakt zu erreichen. Der Grundkurs wird wirklich GRUNDKURS sein und die Grundlagen legen die für die Aufbauseminare benötigt werden. Die Aufbaukurse bieten die Möglichkeit sich nach Interessen und Anforderungen auszubilden. Nicht Jeden interessiert Erlebnispädagogik und nicht Jeder macht Jungschararbeit. Durch die Verlagerung der speziellen Themen in die Aufbaukurse können diese Bereiche etwas aus dem Grundkurs heraus gehalten werden.

Zum Erwerb der JuLeiCa sind folgende Schritte nötig:
Grundkurs, 2 Aufbauseminare, 1. Hilfe Kurs,
und die Teilnahme am Mitarbeiter Kongress.

Aufbauseminare können auch bei anderen Anbietern belegt werden (z.B. Schülermentoren Ausbildung beim KJR oder beim ejw-Land). Wir sind gerne bereit Angebote zu vermitteln und zu suchen die wir selber nicht abdecken können!
Diese Ausbildung nimmt Zeit in Anspruch. Wir sind uns dessen wohl bewusst, doch sind wir der Meinung, dass es den Gemeinden nur dient wenn sie Mitarbeiter haben die sich gründlich ausbilden lassen und in dieser Ausbildung immer wieder neue Impulse erhalten. Das Konzept ist so aufgebaut, dass man es zwischen Mai (Grundkurs) und November (MitarbeiterKongress) bewältigen kann, aber nicht muss! Es ist überhaupt kein Problem wenn man seine Ausbildung aufteilt! Die JuLeiCa kann von uns aber erst nach Erfüllung aller oben genannten Kriterien beantragt werden.

Der Qualipass

Mit Beginn des Grundkurses erhält jeder Teilnehmer einen „Qualipass“ (www.quali-pass.de) des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. „Der Qualipass ist eine Dokumentenmappe für Jugendliche ab 12 Jahren. Er dokumentiert Praxiserfahrungen und Kompetenzgewinne, die Jugendliche durch Praktika, Vereinsmitarbeit, Schülerinitiativen, Kurse, Auslandsaufenthalte, Nachbarschaftshilfe oder vergleichbare Tätigkeiten erworben haben. Als zusätzliche Orientierungshilfe für Jugendliche selbst, für Betriebe und andere Institutionen gibt der Qualipass einen vertieften Einblick in das
Erfahrungsspektrum und das Kompetenzprofil der Jugendlichen. Der Qualipass zeigt
Weiterentwicklungen an unterschiedlichen Lernorten auf und verbessert die
Vermittlungschancen der Jugendlichen in eine passende Ausbildung, Arbeit oder
Weiterbildung.

http://www.qualipass.info

Programmierung: lesslauer.de |  Gestaltung: csinformationsdesign.com
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